Familienrecht reformieren!

Der Bundesgerichtshof hat in diesem Monat festgestellt, dass die derzeitigen rechtlichen Regelungen eine automatische Übernahme der elterlichen Sorge durch die Ehepartnerin der Mutter nicht erlauben. Stattdessen ist der zusĂ€tzliche Aufwand einer Stiefkindadoption zu durchlaufen.

FĂŒr uns ist klar: Wer eine Ehe eingeht, möchte Verantwortung ĂŒbernehmen. Dies gilt auch und insbesondere fĂŒr in der Ehe geborene Kinder. UnabhĂ€ngig davon, ob es sich um ein heterosexuelles oder homosexuelles Ehepaar handelt.

Gleichzeitig sehen wir aber auch, dass neue Familienmodelle auch an anderer Stelle das Familienrecht an seine Grenzen bringen. Trennungen von Eltern und neue Partnerschaften sorgen bei vielen Familien fĂŒr eine kompliziertes Sorgerecht. Die Übernahme von elterlicher Sorge durch einen neuen Partner sollte nicht zwingend mit dem Verzicht auf diese Rechte und den FĂŒrsorgeauftrag durch eines der bestehenden Elternteile verbunden sein. Gerade im LGBTI-Bereich ist dies z.B. bei der Samenspende durch einen Bekannten, der anschließend auch fĂŒr das Kind da sein will, der Fall.

Wir fordern:
– EinfĂŒhrung der automatischen Elternschaft fĂŒr alle Ehepartner unabhĂ€ngig vom Geschlecht
– EinfĂŒhrung von Mehrelternschaften
– Schaffung der rechtlichen Grundlage fĂŒr Elternschaftsvereinbarungen vor der Geburt/Zeugung