LiSL Mitteldeutschland auf dem CSD Schönebeck (23.04.2022)

Der Stand der FDP in Schönebeck

Am Samstag, den 23.04.2022 fand der CSD in Schönebeck statt. Zum zweiten Mal in Folge gibt es einen Christopher-Street-Day in der Kleinstadt im Salzlandkreis. Aus dem Vorstand der LiSL Mitteldeutschland waren unsere stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Wendt und Jonas Liebing, wie auch unser Beisitzer Sandro Dadaczynski und im Rahmen seiner Tätigkeit für den CSD Magdeburg e.V. unser Schatzmeister Falko Jentsch anwesend.

Einer der Wagen des Demozuges und die schönebecker Salzblume im Hintergrund.

Das Veranstaltungsgelände befand sich auf dem Platz der Salzblume, unweit des schönebecker Marktplatzes. LiSL war auf dem Stand der FDP Magdeburg vertreten, welcher einer der ersten Stände war, den man zu sehen bekommen hat, wenn man den Platz betritt. Der Blick war auf die Elbe und den dahinterliegenden schönebecker Stadtteil Grünewalde gerichtet.

Blick auf das Veranstaltungsgelände

Die Veranstaltung begann zwischen 13.00 und 14.00 Uhr mit der Demonstration, welche gut besucht ca. 7 Km durch die Stadt zog. Etwa zwei Stunden lang dauerte sie. Danach wurde das Programm durchgefürt, wobei sich die Veranstaltung eher ausdünnte. Für die Befragung der anwesenden Parteien, welche neben der FDP, die Grünen und Volt waren sprach der stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP Magdeburg Thomas Gürke.

Achtung Ansteckend! Achtung Diskriminierend!

Die Liberalen Schwulen und Lesben Mitteldeutschland fordern die Abschaffung der Kennzeichnung „ANST“ oder anderer Formen der Markierung von HIV-Positiven in den Polizeiinformationssystemem.

Alleine die Bezeichnung „Ansteckend“ zeugt davon, dass diese Maßnahme nicht von wissenschaftlichen Grundlagen geprägt ist. Mithilfe der zur Verfügung stehenden Therapien kann bei HIV-Infizierten die Viruslast so stark gesenkt werden, dass nicht mehr von einer Ansteckungsgefahr auszugehen ist.

Bei den Betroffenen, deren Viruslast noch nicht unter der Nachweisgrenze liegt, können sich die Polizeibeamten auch durch die standardmäßigen Hygienemaßnahmen vor dem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und somit einer Infektionsgefahr schützen. Den seltenen Fällen von etwaigen Restrisiken kann mit HIV-Schnelltests und der Postexpositionsprophylaxe begegnet werden.

Das Einzige, was durch die Kennzeichnung HIV-Positiver definitiv erreicht werden kann, ist die Diskriminierung der Betroffenen. Diese gilt es nicht zu minimieren sondern zu vermeiden! Sofern eine arbeitsschutzrechtliche Gefährdungsanalyse ein Infektionsrisiko ergeben, sind zunächst Maßnahmen zu treffen, die nicht in die Persönlichkeitsrechte Dritter eingreifen. Dies können zum Beispiel Hygieneschulungen und -vorschriften ähnlich dem Gesundheitswesen sein. Eine Brandmarkung HIV-Positiver ist jedoch nicht verhältnismäßig.